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50 TerraWattStunden Strom von Schweizer Dächern sind möglich

Von dieser möglichen Produktionskapazität sind wir noch weit entfernt. Gemäss EU-Richtlinie 2010/21 müssen ab 2020 alle neuen Gebäude «Nearly-Zero Energy Buildings» sein (nZEBs oder Nullenergiegebäude). Damit sollen die CO2-Emissionen bis 2050 gegenüber 1990 um 80 % gesenkt werden und unter Anwendung von «off-site green electricity and on-site renewables in combination with heat pumps» sollen Gebäude zu 100 % energieautark gemacht werden.

Bauernhaus erbaut 1762 ausserhalb der Bauzone, renoviert 2018 mit Terracotta-farbigen StromZiegeln (23 kWp Leistung)
Bauernhaus erbaut 1762 ausserhalb der Bauzone, renoviert 2018 mit Terracotta-farbigen StromZiegeln (23 kWp Leistung)

Energiestrategie aus Bundesbern

Ab 2021 soll die Förderung für Gebäudeerneuerungen (Klimarappen) und erneuerbare Energien (Subventionen für Warmwasserkollektoren und KEV-Beiträge) sukzessive durch Lenkungsabgaben auf Benzin, Heizöl und Strom ersetzt werden und einen Übergang von der subventionierten zur massnahmen- und zielorientierten Förderpolitik einleiten. Entsprechend spielen die erneuerbaren Energien in der Energiepolitik des Bundes für den Gebäudebereich, sowohl als Wärme wie auch als Strom aus erneuerbaren Energieträgern, eine zentrale Rolle.

SIA-Effizienzpfad Energie (Quelle Merkblatt SIA 2047:2015)
SIA-Effizienzpfad Energie (Quelle Merkblatt SIA 2047:2015)

Solaranlagen auf Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung bedürfen weiterhin einer Baubewilligung, sie sollen Denkmäler nicht wesentlich beeinträchtigen. Bei integrierten, in zusammenhängenden Flächen in Dächern eingebauten Anlagen wird eine Bewilligung meist problemlos erteilt. Ob fassadenintegrierte Solarsysteme als Bauten und Anlagen einen baubewilligungspflichtigen Tatbestand darstellen, ist jeweils im ordentlichen Baugenehmigungsprozedere zu klären.

Homogene Farben, transparente BIPV-Module oder Digitaldruck mit Suncol-Farbe (z.B. Biberschwanz)
Homogene Farben, transparente BIPV-Module oder Digitaldruck mit Suncol-Farbe (z.B. Biberschwanz)

Normen, Standardisierung

 

Klassische «Standardmodule» sind für die Dachintegration ungeeignet. Erst mit den Glas-Glas-Modulen war der Weg bereitet für einen architektonischen Integrationsgrad. Für BIPV-Module hat der Planer freie Parameter-Wahl über Dimension und Form, Textur und Farbe der sichtbarer Oberflächen.

BIPV-Module StromZiegel v3 im hochalpinen Bereich (18 kWp)
BIPV-Module StromZiegel v3 im hochalpinen Bereich (18 kWp)
EFH Lukarne mit StromZiegel v3, Farbe Terracotta (9 kWp)
EFH Lukarne mit StromZiegel v3, Farbe Terracotta (9 kWp)

Suncol Tiles direkt auf die Holzlattung montiert

StromZiegel v5 (Suncol Tile) werden mit geschuppter Montagetechnik verbaut. Dadurch kann auf die Alu-Unterkonstruktion verzichtet werden. Die Installation wird preiswerter. Die minimale Dachneigung für dieses Indach-System beträgt 25 Grad. Vier Modulgrössen (Voll, Halbhoch, Halbbreit, Viertel) ermöglichen einen hohen aktiven Dach-Deckungsgrad und erspart teure Blechanpassungsarbeiten.

Keine "Allgäuer-PV" sondern schöne BIPV-Dachlandschaften

Zurecht waren Architekten und Bauherren in Bezug auf PV-Ästhetik nicht überzeugt. Aber das hat sich geändert.

Vorher und nachher - dank suncol

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