Coole Renovation mit Hinterlüfteter Fassade

Die Umsetzung der Energiestrategie 2030/2050 erfordert die Verbesserung der Wärmedämmung an den Gebäuden. Viele in die Jahre gekommenen Fassaden entsprechen nicht mehr den aktuellen energetischen Anforderungen. Eine Sanierung einer schadhaften Fassade mit einem intelligenten VHF-System wird heute vermehrt mit zusätzlicher Isolation und mit einem PV-Kleid umgesetzt. So profitiert der Bauherr gleich mehrfach:

  • Nachhaltige Fassade mit einer Lebenserwartung von 40 und mehr Jahren
  • Keine bis sehr geringe Wartungsarbeiten für Fassadenbekleidung
  • Optimales Raumklima, beste bauphysikalische Werte
  • Förderung Bund/Kanton über Gebäudeprogramm
  • Investitionsbeihilfe Pronova (ehemals KEV/swissgrid) für Stromgenerator

Die Anpassungsfähigkeit der Unterkonstruktion ECOLITE (zB Kompaktfassaden) lässt die bestehenden Fassadenkonstruktionen problemlos mit einer VHF erneuern. Dass mit der Schönheit des Fassadenkleides noch Strom produziert wird, lässt letztendlich beide Interessengruppen profitieren: Gebäudeeigentümer und -nutzer.

Richtiges Vorgehen sichern

Nachstehende Auflistung hilft alle Entscheidungskriterien zu erkennen, die eine Fassadenrenovation beeinflussen können.

a) Bauphysikalische Aufnahme der bestehenden Fassadenkonstruktion

b) Festlegung der neuen u-Werte für Wärmedämmung

c) Prüfung des bestehenden Tragwerkes (Ausreisstests Anker)

d) Konzept Fassadenkleid bestimmen (Fugenplan, Richtofferten)

e) Förderungsbeiträge Bund, Kanton, Pronova einholen

--- Grundsatzentscheid

f) Detailplanung und -offerten einholen

g) An- und Abschlussdetails festlegen (Laibungen, Baubehörde, EEA, ESTI)

h) Zeitplanung (Lieferfristen BIPV-Module ca. 8-14 Wochen)

--- Kaufentscheid

i)  Ausführungsarbeiten nach Zeitplan

k) Abnahme des Werkes (Bauleiter, SiNa, ESTI)

--- Betrieb und Unterhalt

l)  Nach Wartungsheft


Bestehende Kompaktfassade

Auf die verputzte bestehende Aussenisolation wird gemäss Hersteller die zusätzliche Wärmedämmung montiert.

In der Folge wird die primäre Unterkonstruktion VHF mit Distanzschrauben durch die Isolationsschichten (bis 260mm) montiert. Ausrichten der primären Aluprofile in der Bautiefe und fixieren. Die bis zu 360mm langen Doppelschrauben werden mit 15 Grad Neigung zur Lastabtragung verbaut.

 

> Details zu primären und sekundären UK

 

Wärmedämmung auf bestehende Kompaktfassaden

 

Vorgehängte, hinterlüftete Fassaden dürfen in Hinblick auf ihre bauphysikalischen und energetischen Eigenschaften als optimale Art der

Fassadenkonstruktion bezeichnet werden. Zum einen kann die

effektiv benötigte Wärmedämmung durch bedarfsgerechte Dämmstärken optimiert werden – zum anderen stellt die hinterlüftete Konstruktion den sommerlichen Wärmeschutz sicher. Dadurch wird die im Sommer zur Kühlung des Gebäudes benötigte Energie auf ein Minimum beschränkt.

Raumklima und Energieeffizienz

 

Das wichtigste Merkmal für die Energiebilanz eines Gebäudes sind dessen Energieverluste. Gemäss Angaben des Bundesamts für Energie (BFE) werden annähernd 30% des schweizerischen Primärenergieverbrauchs für die Heizung und Klimatisierung von Gebäuden aufgewendet.

 

Die Energieverluste eines Gebäudes wurden statistisch ermittelt:

20% über Keller 
25% Fassadenflächen (ohne Fenster)

20% Dach

20% Fenster

15%  Lüftung

 

 

Nimmt man bei dieser Betrachtung auch noch die integrierten Fenster

mit hinzu, erhöht sich dieser Anteil auf ca. 45%. Diese Tatsache verdeutlicht, warum einer zeitgemässen Fassadenausbildung eine solch entscheidende Rolle im Hinblick auf das energetische Verhalten eines Gebäudes zukommt.

Montagefilm folgt

Fassadenkleid montieren

Die Montage der BIPV-Module erfolgt grundsätzlich nach gleicher Vorgehensweise wie Stein oder anderes Material. Einzig die Verkabelung der Module ist ein zusätzlicher Prozessschritt, welcher aber für den Fachmann einfach und schnell erlernbar ist. 

 

Details BIPV-Module


 Kostenvergleich hinterlüfteter Fassadenbekleidungen

Der Kostenvergleich zur Kompaktfassade berechnet aus Gestehungs- und Unterhaltskosten über die Lebensdauer der Fassade. Die intelligente Fassade mit BIPV ist die nachhaltigste Investition.

 

 

Marmor

Naturstein

PV / BIPV (12Rp/kWh; 500 kWh/m2 und Jahr)

Glas

Faserzement

Holz

Alu Composit

Metall

Kompaktfassade (verputzte Aussenwärmedämmung)


 Akzente setzen

 

Die Fassade spielt im Hinblick auf das energetische Verhalten eines Gebäudes nachweislich die wichtigste Rolle. Während sich in den letzten Jahren die energetische Anforderung an die Gebäudehülle grundlegend verändert haben sind die meisten Objekte noch immer im ursprünglichen und ungenügendem Zustand.

Die gesellschaftlichen und politischen Vorgaben zur Senkung des Energieverbrauchs erhöhen den Druck auf die Gebäudebesitzer. Es müssen Sanierungsmassnahmen umgesetzt werden. Darüber hinaus gibt es jedoch wesentlich mehr Gründe, die für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden sprechen:

Neben den wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Energie-Einsparung resultiert z.B. auch ein gesteigerter Marktwert, eine Aufwertung des äusseren Erscheinungsbildes sowie ein erhöhter Komfort für die Nutzer des Gebäudes. 

vor Sanierung

nach Sanierung

 

 


Nachhaltige Innovation

Zu den Vorzügen einer hinterlüfteten Fassade (VHF) zählen insbesondere die bauphysikalischen Vorteile (Wärme-, Brand- und Schallschutz), wirtschaftliche Aspekte wie geringer Wartungsaufwand, Öko-Bilanz (Recyclingmöglichkeiten), Wertbeständigkeit und Langlebigkeit. Der gestalterischen Vielfalt sind zudem mit einer hinterlüfteten Fassadenkonstruktion keinerlei Grenzen gesetzt. 

 

Mit der Integration eines Stromgenerators (BIPV-Module) wird die Fassade zu einer intelligenten Gebäudehülle. Machen Sie mit, es eröffnen

sich schöne und vielversprechende Perspektiven.